Nach einigem Überlegen haben wir uns ein Medion Akoya zugelegt um euch einen Testbericht zu ermöglichen. Das Gerät wurde am 03.07.2008 über Aldi vertrieben und kostete 399€. Man weiß eigentlich nicht genau warum man es kaufen soll. Für ein Notebook zu klein, für einen PDA zu groß. Wir entschieden uns trotzdem für das Gerät, denn Ausstattung war vielversprechend:

  • 10,2″ WideXGA TFT Display, Auflösung 1024×600
  • 1024 MB DDR2-RAM Arbeitsspeicher
  • 80 GB Festplatte
  • Intel Atom N270 1.6GHz Prozessor
  • 3x USB
  • 5-in-1 Cardreader (MMC, SD, MS, MS Pro, xD)
  • Trackpad
  • VGA Ausgang
  • 10/100 Ethernet
  • WLAN 802.11 n-Draft
  • 1x Line-out, 1x Mikrofon-in
  • Li-Ion Akku, ca. 3 Stunden Akkulaufzeit
  • Windows XP Home
  • 3 Jahre Hersteller Garantie

Das Gerät ist baugleich mit dem MSI Wind U100 und somit auch ordentlich verarbeitet. Der erste Eindruck nach dem Auspacken war durchweg positiv. Es ist ziemlich genau halb so groß wie ein handelsübliches 15,4“ Notebook und mit 1,1 Kilogramm sehr leicht. So was nenne ich mal portabel. Leider wurde nicht wie versprochen ein 6 Zellen Akku verbaut sondern, wahrscheinlich aus Kostengründen, ein 3 Zellen Akku. Mit diesen ist das Gerät aber immer noch ca. 3 Stunden einsatzbereit. Ein 6 Zellen Akku sollte dem Gerät eine Laufzeit von 5 Stunden und mehr ohne Steckdose ermöglichen. Diesen gibt es dann vielleicht als Zubehör zum baugleichen MSI Wind U100.

Nach dem Anschalten lächelt einem ein (fast) jungfräuliches Windows XP entgegen. Lediglich ein paar Fotoprogramme von Aldi „verschmutzen“ den Desktop, sind aber schnell deinstalliert.

Das Arbeiten mit dem Gerät ist angenehm, auch wenn sich Vielschreiber an die etwas kleineren Tasten mit nur 17,5mm statt der üblichen 19mm gewöhnen müssen. Die Konstrukteure haben für die Tastatur aber wirklich jeden Millimeter des Gehäuses ausgenutzt. Im Anschluss an das Touchpad kommt eine Wipptaste, die für meine Begriffe etwas schmal geraten ist, nach ein bisschen Übung aber gut zu bedienen ist.

Die Geschwindigkeit des Zwergen-Notebooks überrascht. Surfen, Briefe schreiben, Chatten, alles kein Problem. An Spielen (außer Solitär und konsorten) ist mit der eingebauten Intel 945er Grafik nicht zu denken. Aber dazu ist das Gerät auch nicht gedacht.

Alles in Allem ist das Gerät für 399€ weder ein PDA noch ein Notebook, sondern ein Netbook, welches jeden Euro wert ist. Für unterwegs mal schnell einen Brief tippen, oder auf dem Sofa bei „Wer wird Millionär“ die Fragen lösen ist das Gerät genau das, was man bisher vermisst hat. Auch der Frauenfaktor ist bei dem in weiß oder schwarz erhältlichen Schönling sehr hoch.

Mein Fazit: Der erste gute PC, den es bei Aldi gibt.

 Antworten

   
Impressum Suffusion theme by Sayontan Sinha