Das Damoklesschwert hing über beiden Nationaltrainern. Ihr Job hing vom Einzug ins Viertelfinale ab. Die Konstellation war kritisch. Sie hatten es beide nicht in der eigenen Hand. Bei einem Sieg der Rumänen gegen die Niederlande wären beide Mannschaften ausgeschieden. Deshalb begannen beide Mannschaften entsprechend offensiv.

Bereits in der 8. Minuten mussten die Franzosen einen Schock verkraften. Franck Ribery foult Zambrotta und bricht sich dabei den Unterschenkel. Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde er mit dem „Letzi“ vom Platz transportiert werden. Das Spiel war ausgeglichen doch ein genialer Pass in der 24. Minute von Pirlo auf Toni den Abidal nur noch mit der Notbremse stoppen konnte. Abidal bekam die rote Karte und Pirlo verwandelte den anstehenden Eckball unhaltbar für Coupet. Bis zur Halbzeit plätscherte dann das Spiel vor sich hin und war von vielen Nickligkeiten und Fouls geprägt.

In der zweiten Halbzeit kamen die Franzosen mit Feuer aus der Kabine und versuchten den Ausgleich zu erzielen. Doch mit einem Mann weniger gegen die abgeklärten Italiener baten sich für die Franzosen wenig Möglichkeiten. Auch ein sehr gut spielender Henry konnte nichts ausrichten.

In der 62. Minute erzielte dann noch de Rossi durch einen von Henry abgefälschten Freistoss das 2:0 und schickte die Franzosen in eine tiefe Krise. Da die Italiener nicht nur Fußballweltmeister sind sondern auch Weltmeister in der Ergebnisverwaltung hatten die Franzosen im Rest des Spiels keine Torchance mehr.

Mein Fazit: Eigentlich hatten es weder die Franzosen noch die Italiener verdient gehabt. Heute war ich ein Rumänienfan.

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