Seit Sonntag gibt es Cuil auf dem Markt der Suchmaschinen. Cuil soll über 120 Milliarden Webseiten in seinem Index haben, die gefunden werden können. Im Vergleich dazu hat Google ca. 30 bis 50 Milliarden Webseiten in seinem Index, obwohl Google über eine Billion Webseiten kennt.

Cuil ist ein gälisches Wort und bedeutet ‚Wissen‘. Cuil selbst wurde von ehemaligen Mitarbeitern von Google aus der Taufe gehoben.

Cuil ist im Vergleich zu Google gänzlich anders aufgebaut: Es werden keine Nutzerdaten gespeichert, die Suchergebnisse werden nicht als Liste aufgeführt und die Reihenfolge der Seiten richtet sich nach dem Inhalt und nicht nach der Popularität. Trotzdem kommt man beim suchen nach ‚miserable failure‘ auch bei Cuil auf die Homepage des Weißen Hauses. Scheinbar ist die Linkpopularität für Cuil doch von Relevanz.

Bei Cuil werden die Suchergebnisse in mehreren Spalten als einzelne Kästchen dargestellt und der Beschreibungstext ist ausführlicher als bei Google. Desweitern enthalten vielen Einträge des Suchergebnisses auch ein Bild. Zusätzlich gibt es noch eine Auswahl an verwandten Suchwörtern.

Bisher ist das Angebot von Cuil hauptsächlich auf englischsprachige Webseiten begrenzt. Aber es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis anderssprachige Webseiten auch berücksichtigt werden.

Die Bilder, die Cuil zu den Suchergebnissen anzeigt passen des Öfteren nicht zum Suchergebnis zusammen. Dies führt dann schon mal zu mißlungenen Kombinationen aus Suchergebnis und Bild.

Es wird sich zeigen, ob Cuil sich behaupten kann. Um jedoch Google den Platz an der Sonne streitig zu machen, muss man sich schon mehr einfallen lassen.

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