Bitcoin kaufen – so geht’s und worauf du achten solltest

Willkommen im Wilden Westen! Seitdem der Bitcoin-Kurs ungeahnte Höhen erreicht hat, ist das Thema Bitcoin und Kryptowährungen in aller Munde. Viele stellen sich jetzt die Frage, lohnt es sich noch einzusteigen oder ist es bereits zu spät?
Noch im November hätte ich darauf gewettet, dass der Bitcoin-Kurs in 2017 die 10.000$-Marke nicht mehr durchbrechen würde. Doch der Markt hat mich eines besseren belehrt, denn bereits Mitte Dezember 2017 kratze der Kurs bereits an der 20.000$-Marke. Nach diesem rasanten Aufstieg folgte kurz vor Weihnachten die notwendige Korrektur mit der Folge, dass der Kurs innerhalb eines Tages um mehrere 1000$ eingebrochen ist.

Meist sind es die privaten Neuinvestoren, die kurz zuvor noch auf den fahrenden Bitcoin-ICE aufgesprungen sind aus der Angst heraus den Anschluss zu verpassen (Fomo), nur um dann bei fallenden Kursen panikartig ihre Bitcoins mit Verlust wieder abstoßen, nicht zuletzt angefeuert durch die Massenmedien, die nach zuletzt tägliche Meldungen über neue Allzeithochs bei fallenden Kursen wiederum gebetsmühlenartig vor dem Totalverlust warnen und die Blase am Platzen sehen. Alte Hasen hingegen haben den Kurssturz als Weihnachtsausverkauf gesehen und die Gelegenheit genutzt, um nochmal günstig nachzukaufen. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels liegt der Kurs bei rund 12000€ und bietet damit aus meiner Sicht aktuell eine günstige Gelegenheit, um in Bitcoins zu investieren.

Um solche Fehler beim Investieren zu vermeiden ist es essentiell, sich mit dem Thema und der dahinter liegenden Technik auseinanderzusetzen und sich nicht nur von den Meinungen anderer beeinflussen zu lassen. Sobald man sich ein grundlegenden Verständnis über die Funktionsweise von Bitcoins angeeignet hat wird schnell klar, welches Potential in der zugrunde liegenden Technik der Blockchain steckt, die sich trotz aller berechtigter Kritik ständig weiter entwickelt und auch schon erste Ableger wie IOTA (eine deutsche Stiftung mit Kooperationen mit Bosch u.a.) hervorgebracht hat, welches bereits nicht mehr auf der Blockchain sondern auf dem sogenannten Tangle basiert.

Was genau hinter den Begriffen steckt, wie die Blockchain funktioniert, welche weiteren Cryptocoins neben dem Bitcoin existieren und worauf ihr sonst noch beim Investieren achten solltet, werde ich euch hier auf knaupes.net in einer Serie weiterer Artikeln zum Thema Kryptowährungen noch ausführlicher erläutern. Kommen wir nun aber erst mal zu unserer ursprünglichen Frage zurück, ob sich der Einstieg in die Kryptowelt noch lohnt und wie ihr an eure ersten Satoshi kommt (ein Satoshi entspricht 0.00000001 Bitcoin und bildet die kleinste Einheit für Bitcoins, vergleichbar etwa mit Cent-Beträgen für Euro und Dollar).
Blicken wir zurück auf den von den Massenmedien heißgeliebten Vergleich des Bitcoins mit der Dotcom-Blase, können wir aus heutiger Sicht sagen, dass sowohl die Kritiker als auch die Fürsprecher recht behalten sollten: Die Internet-Blase ist geplatzt, dieses Internet hat sich aber dennoch wie wir heute alle wissen durchgesetzt – vielleicht mit Ausnahme von Frau Merkel, für die sich das Internet noch immer als Neuland darstellt. Schauen wir noch weiter zurück auf die erste dokumentierte Blase überhaupt, die sogenannte Tulpenzwiebelblase, fällt es schon schwerer direkte parallelen zu finden. Schließlich kann es zumindest beim Bitcoin zu keiner inflationäre Vermehrung der Anzahl Coins kommen, da die max. Anzahl möglicher Bitcoins in der Blockchain festgeschrieben ist und sich durch die dezentrale Funktionsweise nicht von einzelnen Individuen oder Institutionen verändern lässt (ganz im Gegensatz zu Fiat-Währungen wie dem Euro und Dollar oder aktuell der Verfall der indischen Rupie). Der Wert eines Bitcoin ergibt sich somit alleine nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage, und da das Angebot durch die begrenzte Anzahl Bitcoins knapp ist und sich zukünftig sogar weiter verknappen wird (da Bitcoins durch Verlust des private Keys immer wieder unwiederbringlich verloren gehen), muss lediglich die Nachfrage weiter anhalten um auch eine längerfristig positive Kursentwicklung zu erhalten.
Aus diesem Grund lohnt es sich in jedem Fall einzusteigen, denn schon alleine das Wissen und die daraus gewonnene Erfahrung ist es mehr als Wert, diesen Schritt frühzeitig zu wagen.

Zunächst würde ich empfehlen, nur mit einem kleinen Betrag einzusteigen und damit die ersten Gehversuche zu wagen, um ein erstes Gefühl für die Welt der Kryptowährungen zu erhalten. Das größte Risiko zu Beginn liegt nämlich nicht in einem möglichen Kursverlust, sondern in Fehlern die aus Unerfahrenheit oder Unwissenheit heraus begangen werden und im schlimmsten Fall tatsächlich zum Totalverlust führen können.  Jeder muss dabei für sich selbst entscheiden, was für ihn einen kleinen Betrag darstellt. Für die erste Investition würde ich in etwa einen Betrag von 100€ empfehlen, damit sich einerseits eventuelle Verluste in Grenzen halten und gleichzeitig etwas Kapital für die ersten Transaktionen und der damit verbundenen Gebühren vorhanden ist.
Wenn ihr euch außerdem noch über folgenden Link anmeldet, erhaltet ihr beim ersten Kauf von Bitcoin 10$ (8€) Bonus und unterstützt zudem knaupes.net ein wenig dabei, zukünftig weitere interessante Artikel zu verfassen:

https://www.coinbase.com/join/59fb68ed7c6b380142bcb513

Der Link für euch zur Anmeldung auf Coinbase, die ich euch als einer der größten Börsen weltweit mit einem übersichtlichen und anwenderfreundlichen Interface wärmstens empfehlen kann. Für die Anmeldungen müsst ihr euer Smartphone sowie ein Ausweisdokument (Führerschein, Personalausweis oder Reisepass) bereit halten.

Beim Schritt „ID hochladen“ empfiehlt es sich, die Coinbase App  auf Android oder IOS zu verwenden, da die Auflösung eurer Webcam in den meisten Fällen nicht ausreichend ist. In der App findet ihr den Punkt unter „Einstellungen“>“Identitätsnachweis“ und könnt dort auswählen, über welches Dokument ihr eure Identität bestätigen lassen wollt. Die Bestätigung ob alles geklappt hat erhaltet ihr für gewöhnlich innerhalb von 5-10 Minuten. Sollte euer Ausweis nicht auf Anhieb akzeptiert werden, einfach nochmal versuchen und darauf achten, dass alles gut lesbar ist und nichts spiegelt (auf die Beleuchtung achten!). Wird die Bestätigung aus unbekannten Gründen abgewiesen, kann es sein dass Coinbase überlastet ist. In diesem Fall solltet ihr es ein paar Stunden später einfach noch mal versuchen.

Nachdem die ID-Bestätigung erfolgreich war,  müsst ihr als nächstes eure Bankkonten verbinden. Ihr findet den Punkt unter „Einstellungen“ > „Verbundene Konten“.
Dort könnt ihr sowohl eine Kreditkarte (etwas höhere Gebühren) als auch ein SEPA-Konto verbinden. Um euer SEPA-Konto zu verbinden, müsst ihr eure Bankdaten hinterlegen und anschließend einen kleinen Betrag (z.B. 20 Cent) überweisen. Das ist zugleich ein guter Test um sicherzugehen, dass euer Geld auch ankommt – beim ersten mal kann sich sonst schnell mal ein komisches Gefühl einschleichen, da die Überweisung für gewöhnlich 1-2 Tage benötigt, bis der Betrag auf eurem Coinbase-Konto gut geschrieben wird.

Coinbase gibt euch sehr genau vor, wo welche Informationen bei der Überweisung einzutragen sind. Entscheidend ist vor allem der Betreff (bei Coinbase Referenznummer genannt) und dass das Konto auf euren Namen läuft. Optional könnt ihr noch  die Adresse des Empfängers mit angeben (teilweise bei Online-Überweisungen versteckt hinter „Weitere Eingabemöglichkeiten“), damit die Bank in Estland notfalls den Betrag auch darüber zuordnen kann. Sobald der Betrag auf Coinbase angekommen ist, könnt ihr einen größeren Betrag überweisen, mit dem ihr euer erstes Invest starten wollt.

Solltet ihr meiner Empfehlung gefolgt sein und habt erst mal nur 100€ überwiesen, wartet nun leider eine kleine Enttäuschung auf euch – denn mit diesem kleinen Betrag lohnt es sich kaum, Bitcoins zu kaufen. Schuld daran sind die aktuell (Dezember 2017) astronomisch hohen Gebühren von 20€ und mehr pro Transaktion, also der Überweisung auf ein anderes Wallet (nicht zu verwechseln mit den Gebühren für den Kauf von Bitcoins auf Coinbase).
Aus diesem Grund empfehle ich die erste Investition in Etherium (vor allem wenn ihr später damit handeln wollt) oder Litecoin zu tätigen. Dazu geht ihr unter Coinbase in „Kaufen/Verkaufen“, wählt die entsprechende Währung aus und gebt unten den Betrag ein, den ihr investieren wollt. Nach Absenden über den Button „Sofortkauf“ solltet ihr die Coins unmittelbar gut geschrieben bekommen und findet den gekauften Betrag im Bereich „Konten“ in der jeweiligen Wallet (ETH = Ethereum, LTC = Litecoin).
Sofern ihr euch über den Link in diesem Artikel registriert habt, erhaltet ihr zudem nach wenigen Augenblicken noch den Bonus für euren ersten erfolgreichen Kauf auf Coinbase. Damit solltet ihr auch abzüglich der Gebühren von Coinbase bereits plus gemacht haben. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Schritt auf dem Weg zum Cryptoinvestor!

Im nächsten Artikel erfahrt ihr, wie ihr eure erworbenen Coins auf eine Desktop-, Hardware- oder Offline-Wallet transferiert und weshalb ihr das auch unbedingt tun solltet.

Außerdem verrate ich euch, wie ihr durch einen kleinen Trick keine Gebühren mehr für den Kauf von Cryptowährungen auf Coinbase bezahlen müsst! Wenn euch der Artikel gefallen hat oder ihr zum Kaufen von Bitcoins Fragen habt, lasst mir gerne einen Kommentar da.

Ein Kommentar bei „Bitcoin kaufen – so geht’s und worauf du achten solltest“

  1. Toller Artikel mit sehr wichtigen Informationen. Beim Thema Bitcoin gibt es tatsächlich einiges zu beachten und in diesem Bereich bewegt sich ja doch einiges im Moment. Da sollte man genau wissen, worauf zu achten ist.

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